Wenn Frachtschiffe aufgrund niedriger Wasserstände nur eingeschränkt fahren können, erhöht der erschwerte und verzögerte Transportweg die Kosten für viele Wirtschaftszweige. Auch Ernteausfälle, Extremwetterereignisse und Veränderungen bei der Energieversorgung haben meist erhebliche wirtschaftliche Folgen.
Was hat Niedrigwasser auf dem Rhein mit der Kapitalanlage zu tun?
Die aktuelle Studie des NKI (Institut für nachhaltige Kapitalanlagen) untersucht, über welche Kanäle der Klimawandel die Preisentwicklung beeinflussen kann und welche möglichen Konsequenzen sich daraus für die Kapitalanlage ergeben.
Im Mittelpunkt stehen drei Begriffe:
Climateflation:
Preiswirkungen physischer Klimafolgen, wie Dürren, Überschwemmungen oder Niedrigwasser

Fossilflation:
Preiswirkungen der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
Greenflation:
Preiswirkungen der Transformation zu einer klimaverträglichen Wirtschaft
Für langfristig orientierte Anleger*innen stellt sich damit sehr konkret die Frage, wie ökologische Entwicklungen und ihre Auswirkungen aufs Ökonomische bei der Betrachtung von Anlagerisiken berücksichtigt werden können. Die Studie bietet hierzu eine fundierte fachliche Grundlage als Ausgangspunkt.
🤝 Einordnung aus Sicht von Grüne Welt
Die Grüne Welt GmbH hat die NKI-Studie als Partner unterstützt. Dr. Stefan Klotz, geschäftsführender Gesellschafter, sieht darin ein essenzielles Engagement:
„Für uns als Grüne Welt ist der Zusammenhang zwischen ökologischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht nur ein relevanter Bestandteil des fachlichen Austauschs über langfristige Kapitalanlage, sondern auch ein zentraler Beleg dafür, dass eine durchdachte und verantwortliche Vermögensanlage Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen muss.“
Bei der Betrachtung von Anlagestrategien können neben finanziellen Kennzahlen auch die wirtschaftlichen Auswirkungen physischer Klimarisiken, aber auch der grünen Transformation eine Rolle spielen. Welche Aspekte tatsächlich relevant sind, hängt unter anderem von der jeweiligen Anlageklasse, dem Portfolio und den konkreten Auswahlkriterien ab.
Die NKI-Studie zeigt, dass eine differenzierte Betrachtung erforderlich ist. Sie liefert jedoch keine pauschale Aussage darüber, wie sich einzelne Anlagestrategien künftig entwickeln oder welche Risiken sie substanziell vermeiden können.