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Notorische „R B G“

Wie wird man im neunten Lebensjahrzehnt zu einem umjubelten Idol? Bei Ruth Bader Ginsburg, der kürzlich verstorbenen Richterin am Verfassungsgericht der USA, hat es viel mit ihrer Liebe zur Wahrheit zu tun – zumindest kann man sogar auf T-Shirts lesen, dass sich ihre Glaubwürdigkeit beim Umgang mit Tatsachen schon im Vornamen spiegelt („tRUTH“). Viele Rechte von Frauen und People of Color mussten in den USA vor Gericht erfochten werden; hierbei besonders hervorgetan hat sich eben die imponierende Ruth Bader Ginsburg aka „notorious RBG“ – diesen Spitznamen verdankte sie ihrer Hartnäckigkeit.

Jedoch liegt die Wahrheit selten offen zutage und auch im Finanzbereich wird sie des Öfteren durch Marketingbudgets zugestellt. Diese Budgets sind – irgendwo müssen die Kosten ja hinfließen – bei aktiven Fonds deutlich größer als bei ETFs. Umso erfreulicher, wenn eine neutrale Seite laufende Diskussionen mit Fakten bereichert: Das Analysehaus Morningstar hat in einer Studie die von etlichen Marktteilnehmern vertretene These aufgegriffen, dass die zuletzt relativ ruhigen Börsenjahre mit steigenden Kursen ETFs bevorzugt hätten. Aber nun boten die durch „Corona“ verursachten Marktturbulenzen den aktiven Managern ja eine einmalige Gelegenheit, die Vorzüge ihres handelsfreudigen Ansatzes unter Beweis zu stellen. Und das Ergebnis:

Ganz klar: Die aktiven Manager haben mehrheitlich diese große Chance vergeigt, wie Morningstar in seiner Analyse von über 22.000 Fonds-Ergebnissen belegt. Viele aktive Fonds entwickelten sich im ersten Halbjahr 2020, wie schon die Jahre zuvor, schlechter als ihre jeweilige Benchmark. Und so schaffte es selbst in diesem für aktive Manager günstigen Umfeld weniger als die Hälfte, das durchschnittliche Ergebnis von ETFs zu übertreffen. Recht gut schnitten jene Manager ab, die in speziellen Märkten operierten, während die typischen Investmentfonds für die breite Basisanlage wenig überzeugten.

Man muss dazu noch sagen: Der große Nachteil von aktiven Fonds, nämlich ihre hohe Kostenquote, kommt bei einem so kurzen Zeitraum gar nicht recht zum Tragen. So verwundern die noch wesentlich trüberen Ergebnisse über einen Zehn-Jahres-Zeitraum nicht, die Morningstar ebenfalls präsentierte. Langfristig hinken fast vier von fünf aktiven Fonds den ETFs hinterher. Aus früheren Studien weiß man zudem: Die in der Vergangenheit herausragenden Fonds schaffen es zu selten, ihren Erfolg verlässlich in die Zukunft zu verlängern. Der Anleger kann also aus Vergleichen bisheriger Performance nicht herauslesen, welchem aktiven Fonds in der Zukunft das Timing an den Finanzmärkten gelingen wird.

Auch für die Tücken des Timings hat die beeindruckende Ruth Bader Ginsburg eine Lektion hinterlassen, wenn auch unfreiwillig. Da US-Verfassungsrichter auf Lebenszeit berufen werden, hatten viele Demokraten die bereits gegen mehrere Krebserkrankungen kämpfende RBG einst vergeblich bekniet, zurückzutreten. Denn dann hätte der damalige Präsident Barack Obama eine liberale Nachfolge auswählen können. Ihren Kampf, die Amtszeit Donald Trumps in der Hoffnung auf einen Sieg Joe Bidens zu überleben, hat RBG nun verloren. Ein bedrückendes Beispiel, wie sehr Timing schief gehen kann, und wie leicht man die eigene Wirkmächtigkeit überschätzt. Und die Morningstar-Studie zeigt einmal mehr auf: Diese Lektion gilt auch fürs Managen an den Finanzmärkten. Wir bleiben deswegen lieber „notorisch Regel-Basierte Geldanleger“!

Interview mit einer Ikone

Es war schon etwas Besonderes für mich und hat richtig Freude gemacht, das Gespräch via Skype mit einer Ikone meiner Jugend: Dr. Bernhard Jünemann, Pionier als Moderator der Telebörse. Nun ist das Interview in der September-Ausgabe des DEKA-ETF-Newsletter erschienen. Und wir bekommen das Feedback, es sei richtig interessant geworden. Danke 🙂 … na dann, bitte HIER klicken!

Roter Alarm – aber nicht in der Grünen Welt

Es wäre als Fernseh-Krimi wirklich großartig gewesen. Aber die Geschichte „House of Wirecard“, wie die FAZ sie nennt, ist leider wahr. Wer was (nicht) gewusst hat und wer wen betrogen hat, wird noch längere Zeit unklar bleiben. Sicher ist: Bei Wirecard-Aktionären herrscht angesichts eines gefühlten Totalverlusts Alarmstufe Rot – allein innerhalb der vergangenen Woche brach der Kurs um fast drei Viertel ein.

Es gibt aber eine gute Nachricht: Investoren der Grünen Welt können sich entspannt zurücklehnen. Und diese Gelassenheit hat System. Die von der Grünen Welt eingesetzten Aktien-ETFs filtern nämlich bekanntlich nach ESG-Kriterien, wobei das „G“ fürs englische „Governance“ steht – wir nennen es lieber „Ganzheitliche Unternehmensführung“. Diese ist deswegen so wichtig, weil herausragendes Umwelt- und Sozialmanagement nur funktionieren kann, wenn in einem Unternehmen alles fair und mit rechten Dingen zugeht. Wie man auch immer das Management bei Wirecard beschreiben will – „gut“ oder gar „ganzheitlich“ kann es offenkundig nicht gewesen sein. Und weil Nachhaltigkeits-Ratingagenturen das schon länger so gesehen haben, findet sich die Wirecard-Aktie in keinem nachhaltigen ETF der Grünen Welt!

… dafür aber in etlichen Depots von Privatanlegern sowie in namhaften Investmentfonds, in die ebenfalls viele Privatanleger vertrauensvoll investiert haben. Die Privatanleger sind ehrlich zu bedauern – wer hätte sich schon ein Desaster dieses Ausmaßes vorstellen können? Bei den professionellen Portfoliomanager der betroffenen Investmentfonds kommt man hingegen um das Wort „Armutszeugnis“ kaum herum. Immer wieder führen die Vertreter dieser Investmentfonds ins Feld, welche Vorteile aktives Management hätte, um Chancen zu finden und Risiken rechtzeitig zu erkennen. Mit Blick auf Wirecard fällt es schwer, solche Aussagen wohlwollend zu kommentieren. Fakt ist: Die Anlageregeln, mit denen die Grüne Welt arbeitet, haben dieses Desaster für unsere Kunden vermieden.

Fairerweise muss man ergänzen: Im Leben ist alles möglich, sogar das Gegenteil. Niemand ist vor Fehlern gefeit, auch die Grüne Welt nicht. Wer aber diszipliniert und nachhaltig anlegt, hat ein deutlich reduziertes Risiko, bei Dramen wie „House of Wirecard“ mit von der Partie zu sein. Solche Krimis schaut man sich lieber entspannt vom Sofa aus an.

Aus dem Corona-Tief mit dem Hochgeschwindigkeits-Zug

Bei allem berechtigten Gemurre über die Deutsche Bahn: Meistens fahren ihre Züge an das vorher angekündigte Ziel. Wer sich für die Aktienmärkte interessiert, wäre hingegen oft froh zu wissen, wohin die Reise bei den Kursen geht. Klar, langfristig geht es nach oben – aber was passiert davor?

Wir haben es vor elf Wochen gewagt und mitten im Corona-bedingten Kursrutsch eine klare Prognose abgegeben, wohin unserer Ansicht nach der Börsenzug fahren würde. Wir waren uns sicher gewesen, dass es mit der Zeit wieder zurück nach oben gehen würde. Doch wir hatten schon erwartet, dass zwischendrin etliche Umwege in Kauf zu nehmen wären.

Wenn wir jetzt ein Zwischenfazit ziehen, stellen wir jedoch fest: Die Prognose mit den Umwegen war verkehrt 😉 Tatsächlich erwies sich der Tag unseres Blogbeitrags vom 23. März als der Tiefpunkt des Corona-Crashs (gemessen am Index MSCI World ®), und seitdem klettern die Kurse mit der Geschwindigkeit eines Boulder-Weltmeisters auf praktisch direktem Weg nach oben. Wer gleich eingestiegen ist (und ja, das haben in jenen Tagen mutige „Grüne Welt“-Kunden getan), konnte sich bereits Ende Mai über ein Plus von rund 28% freuen (gemessen an unserem „Grüne Welt 100“-Index). Und im Juni ging es bislang sogar weiter!

Was lernen wir daraus? Der größte Fehler, den ein Anleger machen kann, ist und bleibt: Nicht investiert zu sein. Die Grüne Welt steht bereit zu einer umweltfreundlichen Fahrt, zeitweise sogar in High Speed. Also: Einsteigen, bitte!

Fossiles Zeitalter: Dein Scheiden macht, dass uns das Herze lacht!

Auch genug von Corona-Meldungen? Lust, mal wieder etwas Erfreuliches zu lesen? Da haben wir was: Die Grüne Welt hilft nun noch viel stärker, uns alle von fossilen Brennstoffen zu befreien. Und das kam so:

Zu Beginn des Jahres überraschte BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, mit einem Vorstoß Richtung Nachhaltigkeit. Larry Fink, Chef des Hauses, schrieb an die Unternehmen, deren Aktien BlackRock hält, und teilte ihnen mit: Man werde künftig immer stärker auf Nachhaltigkeitsaspekte achten, und man werde sich besonders von solchen Unternehmen trennen, die im Kampf gegen den Klimawandel nicht hilfreich seien.

Fast zeitgleich packte die Konzerntochter iShares, Marktführer bei ETFs, das Thema an und stellte die Palette ihrer strengsten Nachhaltigkeits-ETFs um: Von den im Nachhaltigkeitsbereich etablierten „MSCI SRI“-Indizes auf die weiter entwickelten „MSCI SRI Select Reduced Fossil Fuel Indizes“. Wie der Name schon sagt, ergänzen die neuen Aktienbarometer die alten „MSCI SRI“-Indizes um weitere Kriterien mit dem Ziel, fast alle Aktivitäten im Bereich fossiler Energien auszuschließen.

Betroffen sind Unternehmen, die einen spürbaren Teil ihrer Umsätze mit Kohle, Öl oder Gas erzielen, oder deren Erzeugung elektrischen Stroms auf diesen fossilen Energieträgern beruht. Ausgeschlossen werden auch Unternehmen, die Kohle- oder Ölsand-Reserven besitzen und diese nutzen. Die genauen Definitionen sind, wie in diesem Bereich üblich, recht komplex – wir führen sie daher für besonders Interessierte am Ende dieses Blogs auf. Konkret bewirken die Regeln insbesondere, dass wir nun in keinen der großen Ölmultis mehr vertreten sind. Aus dem europäischen ETF flogen auch die dem tankenden Autofahrer bekannten Namen von Total und OMV, die bisher wegen ihrer ESG-Bemühungen noch vertreten gewesen waren.

Wir von der Grünen Welt fühlen uns in unserer Überzeugung bestätigt: Wenn man die richtigen nachhaltigen ETFs auswählt, bekommt man strenge Nachhaltigkeit, klar und eindeutig nachvollziehbar. Genauso wichtig ist uns: Es gibt keinen Stillstand, sondern eine erfreuliche Entwicklung in die richtige, in die grüne Richtung, die wir sehr gerne begleiten: Drei der nun stark fossil-reduzierten ETFs sind derzeit Bestandteile unserer „Grüne Welt“-Portfolien. Mehr Qualität muss übrigens nicht teuer sein: Gleichzeitig mit der Umstellung wurden die Management-Kosten der ETFs um bis zu 40% gesenkt.

Passt also! Und die anderen ETF-Anbieter dürfen gerne mit ähnlichen Schritten nachziehen und den iShares herausfordern – mit viel noch besseren Ideen. Uns würde es für unsere Kunden richtig freuen.

Und, wie versprochen, noch die Details. Neu ausgeschlossen sind mit der neuen Indexfamilie jetzt zusätzlich…

  • … Unternehmen, die mehr als 5% ihres Umsatzes aus dem Abbau oder Verkauf von Kraftwerkskohle erzielen (vorher: 30%)
  • … Unternehmen, die mehr als 5% ihres Umsatzes durch Stromerzeugung aus Kraftwerkskohle erzielen
  • … Unternehmen, die Kraftwerkskohlereserven besitzen und aus deren Abbau oder Verstromung Umsätze erzielen
  • … Unternehmen, die mehr als 10% ihrer gesamten Stromerzeugung aus Kraftwerkskohle bestreiten
  • … Unternehmen, die mehr als 30% ihrer elektrischen Energie aus flüssigem Treibstoff oder Erdgas erzielen
  • … Unternehmen, die Umsätze aus der Produktion von Öl oder Gas erzielen und weniger als 40% ihres Umsatzes mit Produkten, Dienstleistungen oder Infrastrukturprojekten erzielen, welche mit der Entwicklung oder Lieferung von erneuerbaren Energien im Zusammenhang stehen
  • … Unternehmen, die mehr als 5% ihres Umsatzes aus unkonventioneller Öl- oder Gasproduktion erzielen. Dies schießt Produktion aus Ölsanden, Schieferöl, Schiefergas, Kohlenflözengas und -methan ein, ebenso wie Öl- und Gasproduktion in der Arktis, ob onshore oder offshore.
  • … Unternehmen, die mehr als 5% ihrer Umsätze mit der Ölgewinnung aus Ölsanden erzielen
  • … Unternehmen, die Ölsandreserven besitzen und mit der Gewinnung Umsätze erzielen

Unsere Zusammenstellung beruht auf den einschlägigen und derzeit aktuellen MSCI-Dokumenten.

Jetzt! … ist der beste Zeitpunkt anzufangen

Die Corona-Krise erschüttert unsere Gesellschaft – und die Börsen. Viele Anleger hat die Panik erfasst. Und doch: Wer langfristig denkt, sollte die tiefen Kurse zum Einstieg nützen.

Die Corona-Krise erschüttert unsere Gesellschaft. Dies spiegeln auch die Finanzmärkte, die in den vergangenen Tagen und Wochen massiv gebeutelt wurden. Während unsere Gedanken bei den vielen betroffenen Menschen sind, bei den Kranken, Sterbenden und den mit ihnen Leidenden, bei den erschöpften Ärzten und anderen im Gesundheitssystem Tätigen, bei allen, die nun in Sorge, Überforderung, Genervtheit und Angst um Gesundheit und wirtschaftliche Existenz leben – währenddessen wollen wir unserer Verantwortung um die Finanzen der Menschen gerecht werden und mit klarem Kopf auf die Entwicklung der Börsen sehen.

Schauen wir auf die Fakten. Seit dem Höchststand im Februar sind die globalen Aktienmärkte wie ein Stein gefallen und haben im Schnitt fast ein Drittel verloren. Vieles an dieser Bewegung ist außergewöhnlich: Erstens startete sie direkt von Rekordhöchstständen, während alle bisherigen Crashs sich über Wochen und Monate andeuteten. Zweitens verlief sie bisher ohne wirkliche Zwischenerholung, obwohl wir seit Jahrzehnten die Erfahrung machen, dass Marktzusammenbrüche in Wellen verlaufen und immer wieder von kräftigen Gegenbewegungen unterbrochen werden. Drittens startete sie, ohne dass die konjunkturellen Frühindikatoren eine Eintrübung der Wirtschaft angezeigt hätten – kein Wunder, denn es waren politische Entscheidungen, die der Wirtschaft jäh den Boden unter den Füßen wegzogen.

Alles ging sehr schnell – und so sprangen keine Schutzschirme unserer Grünen Welt auf, ehe die Abwärtsbewegung einsetzte. Das klingt zunächst verwunderlich. Aber es lässt sich erklären, warum sich die Schutzschirme nicht aktiviert haben: Sie waren für die sich langsam zusammenbrauenden Crashes der Vergangenheit hin konstruiert, nicht auf den politischen „Shutdown“ der Corona-Krise.

Wenn wir nun aktuell auf die Kurse schauen, sehen wir: Die nachhaltigen Aktienindizes, wie sie die Grüne Welt auswählt, haben sich im Schnitt um mindestens drei Prozent besser entwickelt als die breiten Aktienmärkte. Und wir stellen die Frage: Was wären jetzt die Handlungs-Optionen – und wie sind diese zu bewerten?

Sollte ich besser gar nicht in Aktien – oder überhaupt nicht in Wertpapiere – investieren?“ Natürlich sind die aktuellen Bewegungen happig. Aber: Wer bereits 2017 oder früher in globale Aktien einstieg, liegt typischerweise immer noch im Plus, und damit besser als jeder Tagesgeldjäger. Aktien sind trotz solcher schwierigen Phasen, wie wir sie derzeit erleben, die beste Alternative der langfristigen Geldanlage.

Sollte ich besser in aktives Management investieren?“ In Phasen mit Kursstürzen erleben wir immer wieder aktive Manager, die stolz darauf verweisen, einen Teil der Verluste vermieden zu haben. Es lohnt sich dann immer zu schauen, welche Ergebnisse diese Manager in der Aufwärtsphase davor erzielt haben. In den allermeisten Fällen haben sie durch ihren Pessimismus nicht nur aktuelle Verluste, sondern zuvor auch stattliche Gewinne vermieden. Langfristig, das zeigen wissenschaftliche Studien, erzielen die passiven ETFs bessere Ergebnisse als aktive Manager.

Sollte ich zumindest jetzt aussteigen?“ Bei der Geldanlage spielt uns die Psyche immer wieder einen Streich. Wir wollen auf und davon, wenn es brenzlig wird. Aber wohl überlegt, ist genau das der falsche Impuls. Denn jetzt sind Aktien billiger als vor einigen Wochen – also ist jetzt nicht Verkaufen, sondern Einsteigen die interessante Option für alle, die langfristig anlegen wollen. Was auch immer die nächsten Wochen bringen – in ein paar Jahren wird man sich freuen und stolz auf sich sein, 2020 zu extrem günstigen Kursen die Basis seines Vermögensaufbaus gelegt zu haben.

Denn die jetzigen tiefen Kurse spiegeln unser aller enorme Unsicherheit wider. Noch nie gab es eine Krise, deren Gebot darin bestand, gerade zu allen vertrauten Menschen und Freunden Abstand zu halten. Wir alle wissen nicht, wie lang dieser Zustand anhalten wird, diese Ungewissheit macht uns Angst, und die Angst drückt auch auf die Börsenkurse. Aber das Virus wird die Welt nur für eine recht kurz Zeit lähmen. Es wird nach der jetzigen Ausnahmesituation ein „Danach“ geben. Ein Danach, in dem manches anders sein wird, aber in dem es weiter erfolgreiche Unternehmen geben wird, und in dem Anleger, die ökologisch-soziale Impulse setzen, sowohl langfristig profitieren als auch die Welt nachhaltiger und damit besser machen. In dieses Danach können wir heute investieren.

Streifen wir unsere Angst ab. Die beste Zeit, in die Grüne Welt einzusteigen, ist: Jetzt!

Herzlichen Glückwunsch, NKI!

Binnen Kurzem hat sich das NKI zu einer der führenden Adressen Deutschlands entwickelt, wenn es um die anspruchsvolle strategische Gestaltung nachhaltiger Kapitalanlage geht. Wir durften zum fünften Jubiläum des NKI einen Beitrag für die „Online-Festschrift“ beisteuern, freuen uns über die großartige Zusammenarbeit und wünschen weiter besten grünen Erfolg!

ESG-Experten im Gespräch: Wie groß ist das Angebot, welche Nachhaltigkeitsfilter kommen da zur Anwendung?

Nachhaltige Anlagen sind nicht mehr nur gut für das Gewissen – mittlerweile können sie konventionellen Investments in jeder Hinsicht das Wasser reichen. Stefan Klotz und Tim Helm über die unbegründete Sorge um Renditeeinbußen, die Gefahren des Greenwashings und das neue White-Label-Produkt Grüne Welt.

private banking magazin:
ESG ist nicht gleich ESG – können Sie dem zustimmen?

Stefan Klotz: Dem kann ich und muss wohl jeder zustimmen – aber das ist nur die halbe Botschaft. Einerseits trifft es zweifellos zu, dass es keine einheitliche Nachhaltigkeits- beziehungsweise ESG-Einstufung geben kann, weil sich die verschiedenen Kriterien nicht objektiv vergleichen lassen. Wie soll man etwa eine familienfreundliche Personalpolitik konkret in eingesparte Tonnen CO2 umrechnen? Andererseits, und das finde ich eigentlich wichtiger: Man kann auf den ersten Blick jedes ESG-orientierte Portfolio von einem konventionellen Portfolio unterscheiden. Das unterstreicht bereits unser Credo: Hauptsache, man fängt überhaupt an,  nachhaltig zu investieren.

Trügt der Eindruck, dass das Thema Nachhaltigkeit die Finanzindustrie mittlerweile in größerem Umfang erreicht hat?

Tim Helm: Der Eindruck trügt nicht. Investoren erkennen zunehmend, dass es nicht nur dem Gewissen gut tut, unter ethischen und ökologischen Aspekten die Zielinvestments auszuwählen, sondern dass dies auch unter Rendite- und Stabilitätsaspekten sinnvoll ist. Nachhaltige Unternehmen sind für die Zukunft einfach besser aufgestellt.

Wie groß ist die Gefahr eines Greenwashings?

Helm: Selbstverständlich versuchen sich Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit auch ein besseres Image zu verschaffen. Im  Grunde  begrüßen wir aber jegliche Zuwendung von Unternehmen hin zur Nachhaltigkeit. Es bedarf immer eines ersten Schrittes.

Klotz: Wo Menschen agieren, wird man zwar immer auch mal den einen oder anderen Zweifel hegen – aber in den allermeisten Fällen erkennen die Ratingagenturen sehr genau, bei welchen Unternehmen das Nachhaltigkeitsmanagement Hand und Fuß hat.

Es gibt verschiedene Ansätze bei der Umsetzung nachhaltigen Investierens, beispielsweise Impact Investing, Best-in- Class oder kategorische Ausschlüsse wie etwa bei Kohle. Wie weit ist die Branche da im Umgang mit Nachhaltigkeitsfiltern?

Helm: Jeder Investor hat seine ganz  individuellen Wertevorstellungen. Der  Markt für nachhaltige Investments und die dazu gehörigen Nachhaltigkeitsfilter haben mittlerweile einen guten Reifegrad erreicht. Das Angebotsspektrum ist ausreichend, so dass nahezu jeder eine zu seinen Wertevorstellungen passende Anlagelösung finden kann.

Wie gut ist überhaupt die Datenlage, um entsprechend filtern zu können?

Klotz: Zumindest für große und mittlere Unternehmen ist die Datenlage richtig gut. Die Anbieter von ESG-Research untersuchen mehrere tausend Aktiengesellschaften und  Emittenten von Anleihen nach  teils mehr als hundert verschiedenen Kriterien auf ihre Nachhaltigkeitsleistung. Dies zahlt übrigens der Anleger – anders als bei Credit Ratings wird hier der aus der Finanzkrise bekannte Interessenskonflikt also ausgeschlossen


Daten- und Labelanbieter gibt es auch schon einige. Worin unterscheiden sich das Forum für nachhaltige Geldanlagen, kurz FNG, MSCI, Sustainalytics, Oekom Research, Imug & Co.?

Klotz: Das FNG ist der Fachverband für nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum. Es vergibt seit einigen Jahren nach recht strengen Kriterien das FNG- Siegel an Investmentfonds, die nachhaltig anlegen und sich um das Siegel beworben haben. Die anderen Namen stehen für etablierte Anbieter von ESG-Research. Nachhaltige ETFs stützen sich auf deren Research.

This is a cool su Nun kommen Sie mit einem B2B- Angebot für Vermögensverwalter. Beschreiben Sie das White-Label- Produkt bitte kurz. btitle

Helm: Wir entwickeln aktuell die „Grüne Welt“: Dies wird eine nachhaltige Fonds- Vermögensverwaltung, die ausschließlich mit ETFs arbeitet. Dabei kooperieren wir mit der Augsburger Aktienbank und einem Münchner Vermögensverwalter für freie Vermittler und Honorarberater. Der prognosefreie Investmentansatz basiert auf den Grundsätzen der weltweiten Diversifikation, der Kosteneffizienz und der Reduktion von Volatilität. Außerdem berücksichtigt er über vier verschiedenen Strategien die individuelle Risikoneigung der Investoren. Im Sinne der Nachhaltigkeit freuen wir uns, dass sich unser Ansatz bereits an den einschlägigen Vorgaben des Forums für nachhaltige Geldanlagen ( FNG) orientieren kann.

Fragen an Stefan Klotz und Tim Helm

ESG ist nicht gleich ESG – können Sie dem zustimmen?

Stefan Klotz:
Dem kann ich und dem muss wohl jeder zustimmen – aber es ist nur die halbe Botschaft. Einerseits trifft es zweifellos zu, dass es keine einheitliche Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Einstufung geben kann, weil die verschiedenen Kriterien nicht objektiv verglichen werden können. Wie rechnet man eine familienfreundliche Personalpolitik um in eingesparte Tonnen CO2? Andererseits, und das finde ich eigentlich wichtiger: Man kann auf den ersten Blick jedes ESG-orientierte Portfolio von einem konventionellen Portfolio unterscheiden. Das unterstreicht bereits unser Credo: Hauptsache, man fängt überhaupt an, nachhaltig zu investieren!

Trügt der Eindruck, dass das Thema Nachhaltigkeit die Finanzindustrie endlich und in größerem Umfang erreicht hat?

Tim Helm:
Der Eindruck trügt nicht. Investoren erkennen immer mehr, dass es nicht nur dem Gewissen gut tut, unter ethischen und ökologischen Aspekten die Zielinvestments auszuwählen, sondern dass dies auch unter Rendite- und Stabilitätsaspekten sinnvoll ist. Nachhaltige Unternehmen sind für die Zukunft einfach besser aufgestellt.

Wie groß ist die Gefahr eines Greenwashings?

Tim Helm:
Selbstverständlich versuchen sich Unternehmen mit dem Thema Nachhaltigkeit auch ein besseres Image zu verschaffen. Im Grunde begrüßen wir aber jegliche Zuwendung von Unternehmen hin zur Nachhaltigkeit. Es bedarf immer eines ersten Schrittes. 

Stefan Klotz:
Wo Menschen agieren, wird man zwar immer auch mal den einen oder anderen Zweifel hegen – aber allermeistens erkennen die Ratingagenturen sehr genau, bei welchen Unternehmen das Nachhaltigkeitsmanagement Hand und Fuß hat.

Es gibt verschiedenartige Ansätze bei der Umsetzung nachhaltigen Investierens, bspw. Impact Investing, Best-in-Class oder kategorische Ausschlüsse wie etwa bei Kohle. Wie weit ist die Branche da im Umgang mit Nachhaltigkeitsfiltern?

Tim Helm:
Jeder Investor hat seine ganz individuellen Wertevorstellungen. Der Markt für nachhaltige Investments und die dazu gehörigen Nachhaltigkeitsfilter haben mittlerweile einen guten Reifegrad erreicht. Das Angebotsspektrum ist ausreichend, so dass nahezu jeder eine zu seinen Wertevorstellungen passende Anlagelösung finden kann. 

Wie gut ist überhaupt die Datenlage, um entsprechend filtern zu können?

Stefan Klotz:
Zumindest für große und mittlere Unternehmen ist die Datenlage richtig gut. Die Anbieter von ESG-Research untersuchen mehrere tausend Aktiengesellschaften und Emittenten von Anleihen nach teils mehr als hundert verschiedenen Kriterien auf ihre Nachhaltigkeitsleistung. Dies zahlt übrigens der Anleger – anders als bei Credit Ratings wird hier der aus der Finanzkrise bekannte Interessenskonflikt also ausgeschlossen. 

Daten- und Labelanbieter gibt es auch schon einige. Worin unterscheiden sich FNG, MSCI, Sustainalytics, Oekom Research, Imug & Co.?

Stefan Klotz:
Das FNG (Forum für nachhaltige Geldanlagen) ist der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum. Es vergibt seit einigen Jahren nach recht strengen Kriterien das FNG-Siegel an Investmentfonds, die nachhaltig anlegen und sich um das Siegel beworben haben. Die anderen Namen stehen für etablierte Anbieter von ESG-Research. Nachhaltige ETFs stützen sich auf deren Research.

Nun kommen Sie mit einem B2B-Angebot für Vermögensverwalter. Beschreiben Sie das White-Label-Produkt bitte kurz?

Tim Helm:
Wir entwickeln aktuell die „Grüne Welt“: Dies wird eine nachhaltige Fonds-Vermögensverwaltung, die ausschließlich mit ETFs arbeitet. Dabei kooperieren wir mit der Augsburger Aktienbank und einem Münchner Vermögensverwalter für freie Vermittler und Honorarberater. Der prognosefreie Investmentansatz basiert auf den Grundsätzen der weltweiten Diversifikation, der Kosteneffizienz und der Reduktion von Volatilität. Außerdem berücksichtigt er über vier verschiedenen Strategien die individuelle Risikoneigung der Investoren. Im Sinne der Nachhaltigkeit freuen wir uns, dass sich unser Ansatz bereits an den einschlägigen Vorgaben des Forums für nachhaltige Geldanlagen (FNG) orientieren kann.

Stefan Klotz:
Und für Vermögensverwalter, die eine eigene Lösung mit Hilfe unserer Expertise entwickeln wollen, stehen wir gerne beratend zur Verfügung.

Warum gehen Sie mit der Lösung nicht eigenständig an den Markt?

Tim Helm:
…weil wir keine eigenen Endkunden-Vertrieb haben und auch keinen aufbauen wollen.

Wie sieht die Gebührenteilung aus?

Tim Helm:
Ein ETF-Vermögenskonzept ist nur dann sinnvoll, wenn man auch die Kosten im Blick hat. Unser Ziel ist es, in der Gesamtkostenbetrachtung (ohne Provisionen) inkl. der ETF Kosten unter 1% p.a. Kostenbelastung zu bleiben. Die TERs der ETFs liegen aktuell bei ca. 0,35% p.a., so dass die übrigen Kosten 0,65% p.a. nicht überschreiten sollten. Davon müssen die Abwicklung, die Vermögensverwaltung und die Konzeption bezahlt werden. Aber das schaffen wir!

Was verlangen die Kunden beim Thema Nachhaltigkeit, was ist möglich?

Tim Helm:
Die Welt der nachhaltigen Investments ist sehr vielfältig. Viele Kunden, die gerne unter Berücksichtigung von ethischen und ökologischen Kriterien investieren wollen, werden durch die Angebotsvielfalt und den unterschiedlichen Nachhaltigkeitsfiltern verwirrt. ETF-Lösungen investieren regelbasiert und damit transparent nachvollziehbar. Man weiß genau, was man bekommt. Auch deshalb sind wir fest davon überzeugt, eine sehr breite Anlegerschicht mit dem Konzept zu erreichen.

Und wie grün ist das Produkt?

Stefan Klotz:
Man muss realistisch sein: Es können gar nicht alle Anleger von heute auf morgen „“dunkelgrün“ anlegen, dies gibt das Angebot gar nicht her. Tatsächlich ist ein global breit diversifiziertes Portfolio wie das unsrige mit dunkelgrünem Ansatz bislang leider kaum zu realisieren. Aber es würde uns allen extrem helfen, wenn viele Anleger überhaupt auf nachhaltiges Investieren umsteigen würden. Das geht problemlos, jeder verantwortungsvoll investierte Euro macht die Welt ein wenig besser, und – man kann es nicht oft genug sagen – niemand muss Renditeeinbußen durch das ESG-Investieren fürchten! Das haben inzwischen zahlreiche Studien untermauert, und auch meine eigenen Analysen zeigen dies sehr klar.

Ihre B2B-Lösung basiert auf ETFs. Wie ist da die ESG-Entwicklung im ETF-Universum?

Tim Helm:
ETFs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wie auch das Thema ESG-Investments. Der Abschlussbericht der von der EU-Kommission beauftragen High-Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG) beinhaltet weitreichende Handlungsempfehlungen, um umwelt- und sozialpolitische Ziele der EU zu erreichen und gleichzeitig die Finanzmarktstabilität zu sichern. Das soll nun auf der Ebene der Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Letztendlich geht es darum, die Kapitalströme im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens zu lenken. ETFs übernehmen dabei eine sehr wichtige Rolle. In Folge dessen wachsen sowohl Angebot als auch Qualität der ETFs mit ESG-Kriterien täglich.

Stefan Klotz:
Es gibt da auch eine Gegenseitigkeit: Produkte wie die „Grüne Welt“ werden der Kombination ETF&ESG weiteren Rückenwind geben. Das Angebot ist bereits gut, dürfte sich aber noch weiter entwickeln.

Wie groß ist das Angebot, welche Nachhaltigkeitsfilter kommen da zur Anwendung?

Stefan Klotz:
Üblich ist die bewährte Kombination aus Ausschlusskriterien und dem Best-in-Class-Ansatz. Dank der Ausschlusskriterien werden jene Aktivitäten vermieden, mit denen nachhaltige Anleger sicherlich kein Geld verdienen wollen – denken Sie z.B. an Landminen oder an verbotene Kinderarbeit. Der Best-in-Class-Ansatz sorgt dann dafür, dass man bei jeder Branche in die Unternehmen mit überdurchschnittlicher Nachhaltigkeitsleistung investiert. Dieser Ansatz sorgt für Wettbewerb unter den Unternehmen, weil kaum jemand Nachhaltigkeits-Schlusslicht sein möchte; er entfaltet daher eine starke Wirkung. Eine Sonderstellung nimmt der ETF auf Green Bonds ein, denn Green Bonds sind Anleihen, deren Erlös nur in nachhaltige Projekte investiert wird.

Tim Helm:
Aktuell gibt es 72 nachhaltige ETFs, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind. Für die „Grüne Welt“ haben wir aus jenen ETFs, die unserem hohen ethischen und ökologischen Ansprüchen und gleichzeitig der oben beschriebenen Investmentphilosophie gerecht werden, acht ETFs ausgewählt, welche die Bereiche Aktien und Anleihen abdecken.

„Grüne Welt“: Erste ethisch-ökologische Anlagestrategie auf ETF-Basis

Die Vorteile einer Vermögensanlage durch ETFs sind bekannt, und ETFs erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ebenso ist es mit dem Thema Nachhaltigkeit bei Investments: Immer mehr Anlegern wird bewusst, dass der Beitrag zu einer besseren Welt keinen Renditeverlust bedeutet, sondern sogar Risiken reduzieren kann. Bisher war es nicht möglich, beide Aspekte zu kombinieren und integriert in ein nachhaltiges ETF-Portfolio zu investieren. Es gibt zwar seit einigen Jahren verschiedene Nachhaltigkeits-ETFs, aber kein umfassendes Anlageportfolio dazu. Diese Lücke schließt nun das Anlagekonzept „Grüne Welt“.

Für den deutschen Anlagemarkt entwickelt Tim Helm, Inhaber der fondsprofis e.K., gemeinsam mit dem Nachhaltigkeits-Spezialisten Dr. Stefan Klotz von der vif-klotz consulting die „Grüne Welt“: Die erste ETF-basierte Anlagestrategie, die ethisch-ökologische Anlagekriterien  konsequent anwendet. Damit wird einer am verantwortlichen Investieren interessierten Anlegerschicht kosteneffizient Zugang verschafft zu einem global diversifizierten Investment, das die gleichen Ertragsperspektiven bietet wie herkömmliche Angebote.

Im Rahmen des Anlagekonzeptes „Grüne Welt“ besteht die Möglichkeit, verschiedene Risikoprofile darzustellen, indem ein Aktienmodul und ein Anleihemodul entsprechend kombiniert werden. Das Aktienmodul nutzt weltweit die Chancen der Aktienanlage, indem alle relevanten Anlageregionen in einer selbst entwickelten Methodik zu einer Struktur zusammen gesetzt werden, während das Anleihemodul für die Sicherheit im Portfolio sorgt, indem es sich auf bonitätsstarke Euro-Anleihen konzentriert.

Die „Grüne Welt“ kombiniert ein Bündel von strengen Ausschlusskriterien mit einem Best-in-Class-Ansatz. Ausgeschlossen werden Unternehmen, deren Geschäftsmodelle mit kontroversen Waffen oder mit Kernenergie in Zusammenhang stehen, oder die gegen mindestens einen der vier Bereiche des UN Global Compact verstoßen: Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Beim Best-in-Class-Ansatz werden die Unternehmen innerhalb ihrer Branche bewertet und nach ihrer Nachhaltigkeitsleistung eingestuft. Die Kriterien berücksichtigen „Ökologie“, „Soziales“ und „Ganzheitliche Unternehmensführung“ (ESG-Kriterien). Investiert wird dann in die gemäß ESG-Rangfolge jeweils besten Unternehmen pro Branche.

Für die Umsetzung der Strategie in ein Anlageportfolio werden ETFs (Indexfonds) identifiziert, die eine solche Nachhaltigkeitsstrategie anwenden. Aus diesen wird zur Abbildung jeder vorgesehenen Anlageklasse ein ETF ausgewählt. Bei dieser Auswahl spielt die jeweilige Kostenstruktur (TER sowie Geld-Brief-Spanne) des jeweiligen ETF eine zentrale Rolle. Berücksichtigt werden aber auch Größe, Alter, Tracking Error und weitere Kriterien.

„Das Angebot an ethisch-ökologischen ETFs ist in den letzten Jahren stark gewachsen und ausreichend, um einem hohen Anspruch an ethisch-ökologischen Kriterien gerecht zu werden und gleichzeitig sämtliche Anlageregionen abzubilden.“, führt Stefan Klotz aus. „Endlich ist es soweit, wir können eine seit Jahren verfolgte Vision verwirklichen.“, freut sich Tim Helm.

TIM HELM

Tim Helm gründete im Jahr 1995 die unabhängige Investmentberatung fondsprofis e.K. in Gröbenzell bei München. Der nachhaltige Finanzdienstleister berät und betreut seit Gründung erfolgreiche Persönlichkeiten und deren Familien in Finanzangelegenheiten. Seit 01.01.2016 ist der gelernte Kaufmann darüber hinaus Prokurist der Seppelfricke & Co. Family Office AG und Projektleiter im Deutschen Institut für Kapitalanlagen GmbH. Der Spezialist für geschlossene Fonds, hat im Laufe seiner Karriere namhafte Unternehmen wie efonds24 GmbH, fundscapital GmbH und Ökorenta AG in leitenden Funktionen als Prokurist, Gesch.ftsführer und Vertriebsdirektor zusätzlich aufgebaut und verantwortet. Die hieraus erworbenen Kenntnisse setzt Herr Helm für die permanente Weiterentwicklung von Finanzprodukten ein.

DR. STEFAN KLOTZ

Die Schwerpunkte von Dr. Stefan Klotz aus München sind die Themen Investmentstrategie, Portfoliomanagement, Vermögensverwaltung und nachhaltiges Investieren. Von 2001 an arbeitete er in verantwortlichen Positionen bei auf Vermögensanlage spezialisierten Privatbanken. Als gelernter Bankkaufmann und studierter Volkswirt schrieb Stefan Klotz seine Doktorarbeit an der Universität Konstanz über ein ökonometrisches Thema. Seit 2014 ist er selbständiger Consultant; er berät und begleitet Kunden vor allem bei der ethisch verantwortlichen Geldanlage und bei Strategie- und Portfoliothemen im Wertpapierbereich. Im Rahmen seiner Projektarbeit beschäftigt er sich daneben auch mit Herausforderungen in den Bereichen Statistik und IT.

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